Fuchsschwanz, Surinamesischer (Amaranthus tricolor)

Die Gattung Amaranthus umfasst etwa 70 Arten. Sie gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Amaranthus kommt auf allen Kontinenten ausser der Antarktis vor. Vor allem in den wärmeren, meist trockenen Steppengebieten sind sie beheimatet. Am meisten unterschiedliche Arten gibt es in Nordamerika. Die Art Amaranthus tricolor stammt aus dem tropischen Asien. Die Gattung Amaranthus lässt sich grob in zwei Gruppen unterteilen: den Körneramarant und den Blattamarant. Zur letzten Gruppe gehört Amaranthus tricolor. Die ursprüngliche Art wird als Blattgemüse verwendet. Geschmack und Zusammensetzung sind mit dem Spinat vergleichbar, deshalb wird er auch als Gemüseamarant oder Chinesischer Salat bezeichnet. Weit verbreitet ist die Bezeichnung Fuchsschwanz. Dieser Name findet ihren Bezug aber eher bei den Arten, die zur Gruppe der Körneramarante zählen. Deren auffällige Blütenstände erinnern an einen Fuchsschwanz. Bei den Amaranthus tricolor Sorten erscheinen die Bezeichnungen Papageienfeder oder Papageienkraut wegen ihrer bunten Blätter treffender zu sein. Amarant ist als Gemüse oder Körnerpflanze weltweit seit mindestens 5000 Jahren bekannt. Bei den Inkas wurde vor allem der Samen genutzt und ist daher auch unter dem Begriff Inkaweizen bekannt. In Europa sollen schon die Römer den Blattamarant als Gemüse gegessen haben. Erst im letzten Jahrhundert wurde Amarant als Gemüse vom Spinat verdrängt. Amaranthus tricolor ist eine einjährige Pflanze, die eine Höhe von 60 - 80 cm erreicht. Je nach Sorte können die Blätter leuchtend rot und purpur, gelb oder bronze und grün oder auch rot-gelb geflammt und grün sein. Die oberen Hochblätter sind am intensivsten ausgefärbt. Sie sind gestielt, schmal elliptisch bis lanzettlich und im Schnitt etwa 15 cm lang. Die Blüten sind eher unscheinbar grünlich und entlang des Stängels in den Blattachseln in einem rispenartigen Knäuel angeordnet. Amarant bevorzugt einen warmen, sehr sonnigen Standort mit eher trockenem nahrhaftem Boden. Ausgepflanzt werden sollte er erst, wenn wirklich keine Fröste mehr zu erwarten sind. Neben seiner ursprünglichen Verwendung als Blattgemüse wird er heute vor allem in verschiedenen Sorten angeboten, die als Zierpflanzen im Garten mit attraktivem farbigem Laub eine tolle Wirkung bringen. Am besten kommt diese Pflanze auf Rabatten oder in grösseren Pflanzgefässen in Gruppen zur Geltung. Die Blätter des Gemüseamarant erinnern an Spinat, sind aber weicher und etwas weniger saftig, dafür milder im Geschmack.
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