Forellenbegonie, Korallenbegonie (Begonia Corallina-Hybriden)

Begonien sind eine Gattung der Familie der Schiefblattgewächse (Begoniaceae). Es gibt in der Gattung Begonia etwa 1’500 Arten. Begonien sind wegen ihrer farbenprächtigen Blätter und wegen ihrer Blüten beliebte Zimmer-, Beet- und Balkonpflanzen. Begonia finden sich weltweit in feuchten tropischen und subtropischen Regionen. Die meisten Arten sind in Südamerika beheimatet. Begonien sind meist mehrjährige, nicht winterharte, krautige, immergrüne Pflanzen und Sträucher, die Höhen von wenigen Zentimetern bis 3 m erreichen können. Vielen gemeinsam sind die asymmetrischen Blätter, daher auch die Bezeichnung Schiefblatt. Die Forellenbegonie, auch Korallenbegonie genannt, ist eine so genannte Strauchbegonie. Begonia corallina stammt aus Brasilien. Es gibt aber viele Kreuzungen mit dieser Art, die unter der Bezeichnung Begonia Corallina-Hybriden geführt werden. Die Sorte ‚Luzerna’ ist von einem Gärtner Namens Wettstein aus Luzern im 1892 gezüchtet worden. Den Namen Begonie hat die Pflanze von dem aus Marseille stammende Botaniker Charles Plumier erhalten. Er hatte diese Pflanze 1690 auf einer Reise zu den Antillen entdeckt und gab ihr diesen Namen zu Ehren seines Reisegefährten Michel Bégon, ein französischer Marineoffizier. Die Forellenbegonie ist recht starkwüchsig. Ihre kräftigen Stängel erreichen problemlos eine Höhe von 150 cm. Sie erinnern in dieser Stärke an ein Bambusrohr. Die Sorte ‚Luzerna’ gehört in der Gruppe der Forellenbegonien zu den haltbarsten und robustesten Pflanzen. Ihre Blätter sind recht gross, 15 - 20 cm lang und 5 - 7 cm breit, lanzettlich und asymmetrisch. Sie wirken ledrig, sind matt grün mit silbriggrauen Tupfen, und sie sind sehr dekorativ. Begonien sind einhäusig. Das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten getrennt auf einer Pflanze sind. Ihre Blütenfarbe ist ein kräftiges Korallenrosa bis Rot. Die weiblichen Blüten sind erkennbar am gelben Stempel und am unterständigen dreiflügligen Fruchtknoten. Sie besitzen 5 Blütenblätter. Die männlichen Blüten haben 2 oder 4 Blütenblätter und sind etwas kleiner. Die Einzelblüten sind in grossen hängenden Trugdolden angeordnet, die immer aus den Blattachseln entspringen. Forellenbegonien sind anspruchslose, robuste Zimmerpflanzen. Drinnen bevorzugen sie einen hellen, nicht zu sonnigen Standort. Auch im Wintergarten oder im Sommer an einem geschützten, halbschattigen Standort im Freiland erfreuen sie uns mit ihrer reichen Blüte, die das ganze Jahr über andauert. Eine Temperatur von 20 ° C ist ideal. In einem hellen Wintergarten ertragen sie im Winter auch gut Temperaturen von 12 - 15 ° C. In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer darf regelmässig gegossen werden. Auch eine wöchentliche Flüssigdüngung ist dann angebracht. Steht die Begonie im Winter an einem kühleren Ort, werden die Wassergaben reduziert. Steht die Begonie im Zimmer, soll normal gegossen werden. Stehende Nässe ist zu vermeiden. Als Substrat dient eine übliche humusreiche Zimmerpflanzenerde. Zu gross gewordene Pflanzen dürfen jederzeit zurück geschnitten werden.
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