Buchs (Buxus)

Buxus, auf Deutsch Buchs oder Buchsbaum, gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse. Es gibt etwa 70 Arten. Die meisten stammen aus den Tropen. Nur zwei sind in Europa vertreten, der gewöhnliche Buchs (Buxus sempervirens) und der Balearenbuchs (Buxus balearica). Buxus sempervirens ist in Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika und im Kaukasus beheimatet. Buchs ist Wärme liebend und kommt vor allem in Laubwäldern vor. Dies erstaunt vielleicht, wird doch bei uns Buchs oft als ideale Schattenpflanze dargestellt. Er bevorzugt eher kalkhaltige Erde, trocken oder feucht, aber keine stehende Nässe. Buchs ist äusserst robust und stellt keine hohen Anforderungen. Eine einmalige Gabe eines Langzeitdüngers im Frühjahr reicht aus. Buchs gedeiht überall. Im Schatten oder Halbschatten sind die Blätter etwas dunkler grün, und in der Sonne ist der Wasserbedarf etwas höher. Buchs wächst sehr langsam. Meist ist er breiter als hoch. Eine 4 m hohe Pflanze ist schon recht alt. Das Holz des Buchses ist sehr hart und hornartig. Früher wurde es oft zum Gravieren und für Drechselarbeiten verwendet. Der Name Buxus stammt vom griechischen „pykos“ und bedeutet fest, Bezug nehmend auf das Holz. Die Blättchen sind lederartig, dunkel- und immergrün und etwa 2 cm lang. Oft sind sie am Rand etwas eingerollt. Die Sorte Rotundifolia hat etwas grössere und rundlichere Blätter. Diese wächst auch etwas schneller als der normale Buxus sempervirens. Er wirkt vom Wuchs her etwas lebendiger und eignet sich sehr gut für geschnittene und frei wachsende Hecken. Buxus sempervirens ist ideal zum Formen von Figuren. Neben diesen Sorten gibt es noch andere. So die Sorte Suffruticosa, die sehr schwach wachsend ist und daher ideal für kleinere Beeteinfassungen, wie sie im Bauerngarten typisch sind. Auch Sorten mit weiss-grünem oder gelb-grünem Laub sind vorhanden. Die kleinen, unscheinbaren, gelblich-weissen Blüten erscheinen in den Blattachseln in kleinen Blütenknäueln von April bis Mai. Die Blüten werden gerne von Bienen aufgesucht. Ein Nachteil des Buchs ist, dass alle seine Teile giftig sind. Tiere sind aber weitaus gefährdeter als Menschen. Buchsbaum ist immergrün und deshalb ideal als Hecke. Einen weiteren Vorteil als Heckenpflanze hat der Buchs dadurch, dass man ihn problemlos schneiden und in der gewünschten Form halten kann. Auch ungeschnitten in einer gemischten Hecke bringt er Abwechslung und passt sich gut an. Neben seiner Eignung zur Heckenpflanze bietet er als Einzelpflanze viele Möglichkeiten. Frei und unbeschnitten kann er eine tolle Wirkung erzielen oder zu einer speziellen Form geschnitten bietet er einen faszinierenden Blickpunkt in einem Garten. Mehrere Buchspflanzen zusammen können zu vielseitigen Figuren und Formen gestaltet werden. Für ausgefallene Figuren wie Tierfiguren muss man die Zweige zusätzlich mit Draht in Form bringen. Um eine fertige Figur zu erhalten, dauert es meist Jahre. Wer die Geduld dazu nicht aufbringt, kann in einem Fachgartencenter eine Buchsfigur erstehen. Dem Aufwand entsprechend haben diese Pflanzen ihren Preis. Doch die Anschaffung lohnt sich sicher, denn Buchspflanzen sind langlebig. Auch in einem dekorativen Topf oder Trog machen sie sich ausgesprochen gut. Je nach Grösse und Form wird eine Buchsfigur 1- bis 2 Mal im Jahr geschnitten. Bei Hecken reicht ein Schnitt. Ideal dafür sind die Monate Juli und August. Bei den Figuren entfernt man später nur noch die jungen krautigen Triebe, um die Form zu halten. Der Schnitt erfolgt am besten an einem bedeckten Tag. Bei starker Sonneneinstrahlung können bei frisch geschnittenen Pflanzen leichte Verbrennungen an den Blättern entstehen, denn diese sind nun direkt der Sonne ausgesetzt. Vor dem Schnitt waren sie ja eher im Innern der Pflanze und entsprechend schattiert. Dadurch, dass der Buchs sein Laub auch im Winter behält, gibt er jedem Garten in dieser Jahreszeit Struktur und bringt mit seinem frischen Grün Farbe in die oft triste Farbpalette des Winters. Stehen Buchspflanzen in Töpfen, können diese im Winter an eine geschützte Stelle am Haus, mit Vorteil ohne direkte Sonnenbestrahlung, gestellt werden. Wenn auf gefrorene Blätter starke Sonnenbestrahlung tritt, entstehen leicht Verbrennungen. Und kalte Winde können die Pflanze austrocknen. Durch seine immergrünen Blätter verdunstet der Buchs auch im Winter Wasser. Also bei trockenem Wetter, wenn der Boden nicht gefroren ist, auch mal Wasser geben. Dies gilt speziell für Pflanzen im Topf. Ausgepflanzter Buchs findet in der Regel genügend Feuchtigkeit im Boden. Bei Schnee muss man darauf achten, dass die Pflanzen nicht vom Gewicht des Schnees auseinander gerissen werden. Also am besten den Schnee etwas abschütteln. Vorsorglich kann man gegen Schneedruck einzelne Buchspflanzen im Herbst mit einer starken Schnur etwas zusammenbinden. Buchs ist eine uralte Gartenpflanze. Viele Schloss- und Parkgärten wären ohne Buchs kaum vorstellbar. Ebenso die Bauerngärten mit den Einfassungen aus Buchs wären aus unserer Gegend nicht wegzudenken. Seit einigen Jahren erfreut sich Buchs wieder erneuter, grosser Beliebtheit. Und wie wir meinen, absolut zu Recht!
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