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Aktualisiert 3.9.2010

 

 

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Drachenbaum (dracaena deremensis) 


Dracaena deremensis, deutsch Drachenbaum, ist eine Pflanze aus dem tropischen Afrika. Drachenbäume gehören zur Familie der Drachenbaumgewächse (Dracaenaceae). Die Gattung Dracaena umfasst ca. 60 Arten. Der Name Drachenbaum soll daher rühren, weil der Pflanze nach dem Kappen des Haupttriebes wieder mindestens zwei neue Triebe entspriessen. So wie der Sage nach, einem Drachen wieder zwei Köpfe nachwachsen, wenn man ihn enthauptet. Ausserdem ist der Pflanzensaft rötlich gefärbt, was dem Drachenblut entspricht. Der Name Dracaena stammt vom griechischen drakaina ab und bedeutet Drachen. Dracaena deremensis bildet einen hoch wachsenden, geraden Stamm, in der Jugend unverzweigt. Wenn man den Stamm kappt, bilden sich Seitentriebe. Drachenbäume sind keine echten Bäume, da meist keine verholzenden Stämme ausgebildet werden. Direkt am Trieb wachsen Stamm umfassend schmal-lanzettliche, 5 cm breite und 40 - 60 cm lange Blätter. Meist ist der Stamm bis zum Boden belaubt. Die ursprüngliche Art deremensis besitzt dunkelgrüne Blätter. Es gibt heute aber viele Züchtungen mit buntem Laub. Bekannte Sorten sind ’Warneckii’ mit schmalen weissen Längsstreifen, 'Lemon Lime' mit zwei breiten hellgrün-gelben Streifen am Blattrand, 'Janet Graig' mit grünem, eher kurzem Laub. Blüten bilden sich bei Zimmerkultur selten. Sie wachsen an einem endständigen ährig verzweigten Blütenstand. Die kleinen weissen Blütchen sind zwittrig. Sie blühen in der Nacht und duften dann auch. Aus den Blüten entstehen orange bis purpurfarbene Beeren mit einem bis drei Samen. Dracaena deremensis sind Zimmerpflanzen. Sie sind recht robust und in der Haltung nicht allzu schwierig. Ein regelmässiges Drehen der Pflanze verhindert einen schrägen Wuchs, denn die Pflanze wächst grundsätzlich dem Licht entgegen. Grünlaubige Arten kommen mit relativ wenig Licht aus. Die bunten Formen brauchen für eine schöne Ausfärbung jedoch genügend Licht, ohne direkte Sonne und Temperaturen von 16 - 22 ° C. Sie können ganzjährig warm stehen. Bei zu trockener Raumluft werden oft die Blattspitzen braun. Dem entgegenwirken kann man, indem die Pflanze regelmässig mit kalkfreiem Wasser besprüht wird. Das Substrat soll eine humose lockere Erdmischung sein. Ein Fertigsubstrat für Zimmerpflanzen ist ideal. Vom Frühling bis Sommer darf dem Giesswasser alle 14 Tage ein Flüssigdünger beigegeben werden. Auch eine Hand voll Langzeitdünger, im Frühjahr aufs Substrat gestreut, ist möglich. Einmal in der Woche gut durchgiessen reicht in der Regel. Das austretende Wasser ableeren. Wird die Pflanze zu trocken gehalten, verfärben sich die unteren Blätter gelb und fallen ab. Auch die Blattspitzen werden zunehmend dürr und braun. Umgetopft wird bei jüngeren Pflanzen alle 2 - 3 Jahre. Bei älteren Exemplaren soweit möglich das alte Substrat ein wenig entfernen und mit neuem ergänzen. Eine Besonderheit vieler Dracaena-Arten ist, dass sie mit ihren Blättern die Raumluft von verschiedenen Schadstoffen reinigen. So unter anderem von Formaldehyd (Weichmacher und Klebstoffbestandteil in Teppichen, Textilien, Spanplatten und Anstrichen), Benzol (krebserregender Stoff in Lackfarben, Lösungsmitteln und Tabakrauch und Trichloräthylen (Bestandteil von Schaumstoffen in Sitzmöbeln). Für eine Fläche von 12 m2 wird eine mittelgrosse Pflanze empfohlen. 

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