Brunfelsie (Brunfelsia pauciflora)

Die Brunfelsie ist eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Gattung Brunfelsia beinhaltet etwa 40 Arten. In Kultur als Zierpflanze ist vor allem Brunfelsia pauciflora. Ihre Heimat ist in der Nähe der Atlantikküste, im Südosten von Brasilien. Sie wächst von Meereshöhe bis auf 1500 m, an schattigen Flussufern, Schluchten und Wäldern. Der Name Brunfelsia stammt vom deutschen Arzt Otto Brunfels. Er war Professor in Mainz und Strassburg und wirkte dort als Theologe und Botaniker. Eines der ersten Kräuterbücher stammt von ihm. Die Brunfelsie wächst als immergrüner Strauch zu einer Höhe von 100 cm. Die Rinde ist graubraun, glatt und vereinzelt von Rissen in Längsrichtung unterbrochen. Die Äste stehen aufrecht bis abgespreizt und haben wenige Verzweigungen. Der Wuchs wirkt etwas sparrig. Die Blätter sind langgestreckt bis lanzettlich, unbehaart und fast ledrig wirkend in einem leicht glänzenden grün. Die Blattunterseite ist hellgrün und leicht drüsig behaart. Die Blütezeit der Brunfelsie kann im Wintergarten bereits ab Januar/Februar beginnen und dauert den ganzen Frühling. In der Sommerzeit ist Blütepause. Erst ab September bis November folgt eine weitere Blütenphase. Die Blütenstände sind Scheindolden und befinden sich am Triebende mit einer bis elf duftenden Blüten. Die Blüte wird von etwa 3 cm langen grünen Kelchblättern getragen. Die Blütenkrone besteht aus fünf verwachsenen Kronblättern mit einem Durchmesser von 5 cm. Erst sind sie violett und verblassen mit der Zeit zu einem hellen Lila bis Weiss. Dadurch sieht die Pflanze aus, als ob sie mehrfarbig blühen würde. Die Samen reifen bis März in einer von den Kelchblättern eingeschlossenen Kapsel. Die Wurzel der Brunfelsie wird als giftig eingestuft. Die Brunfelsie ist ein sehr attraktiver Blütenstrauch für Wohnräume und Wintergärten. Ab Mai, wenn die Temperatur nicht mehr unter 10 ° C fällt, kann sie im Topf auch im Freien stehen. Dort bevorzugt sie den Halbschatten. Im Winter braucht sie einen hellen Platz im Wohnzimmer oder im beheizten Wintergarten. Sie ist empfindlich auf starke Temperaturschwankungen und mag eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher besprüht man die Pflanze regelmässig. Eine etwas kühlere Phase mit Temperaturen um 15 ° C im Winter regt die Blütenbildung an. In der Wachstumszeit von Frühling bis Herbst sollte man gleichmässig giessen, sodass der Erdballen immer etwas feucht bleibt, und alle zwei Wochen mit Flüssigdünger düngen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. In der kühleren Ruhephase im Winter muss man nur sehr wenig Wasser geben. Zu kalkhaltiges Wasser kann zu Vergilbungen an den Blättern führen. Als Substrat wählt man eine normale Blumenerde. Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre, Ende Februar, Anfang März oder nach der Blütezeit im Sommer. Um die Pflanze buschig und kompakt zu halten, kann nach der Blüte ein leichter Rückschnitt erfolgen.
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