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Aktualisiert 3.9.2010

 

 

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Ginseng (Panax ginseng) 
Ginseng (Panax ginseng) / Quelle: Kneipp -Werke, D-Würzburg

Der wissenschaftliche Name von Ginseng ist Panax ginseng. Ginseng gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Die Gattung Panax enthält 6 Arten. Panax ginseng stammt aus China, Amur und Nordkorea. Er wird auch Koreanischer Ginseng genannt. Das Wort Ginseng bedeutet im Chinesischen „Mensch-Essenz“. Panax wird zurückgeführt aufs Wort Panakeia, einer Tochter des Asklepios, dem griechischen Gott der Heilkunst. Es setzt sich zusammen aus pan, was alles heisst und axos, was Heilung bedeutet. Die sagenumwobene Pflanze geniesst in China, Korea und Japan schon seit über 2000 Jahren höchstes Ansehen. In der chinesischen Medizin gehört sie zu den wertvollsten Pflanzen. Der wild wachsende Ginseng ist jedoch vom Aussterben bedroht. Die Kultivierung der Pflanze begann in Japan und Korea im 18. Jahrhundert. Der Anbau und die Kultur sind nicht einfach, einerseits wegen der langen Kulturdauer von bis zu 7 Jahren, andererseits wegen der Anfälligkeit der Pflanzen auf Krankheiten. Nach Europa gelangte der Koreanische Ginseng durch arabische Kaufleute. Anfangs des 18. Jahrhunderts entdeckte der französische Jesuitenpater Lafiteau in den Wäldern von Kanada ebenfalls Ginsengpflanzen, den Kanadischen Ginseng (Panax quinquefolia). Auch hier wurde er jedoch innerhalb von 50 Jahren fast ausgerottet. Ginseng war lange Zeit auf Grund der menschenähnlichen Gestalt der Wurzel als maurisches Teufelszeug verschrien. Erst im 17. Jahrhundert gelangte das Wissen um die medizinische Wirkung durch niederländische Missionare zu uns. Danach erlebte Ginseng ein Auf und Ab: einmal Wunderdroge, einmal als suspekt bei den rational denkenden Medizinern komplett abgelehnt. Erst in den letzen 50 Jahren findet Ginseng im Westen wieder vermehrt Anerkennung, und verschiedene wissenschaftliche Institute bemühen sich, die Wirkungsweise und die Inhaltsstoffe zu erforschen. Bis heute sind mehr als 200 Inhaltsstoffe identifiziert. Ginseng ist ausdauernd, wächst aufrecht und wird etwa 80 cm hoch Der Stängel ist kahl, rund und verzweigt sich im Alter. Die spindelförmige Wurzel ist handförmig geteilt und erinnert zuweilen an die Gestalt eines Menschen. Die lang gestielten Blätter sind dunkelgrün, 5-teilig mit länglichen bis eiförmigen Blattfingern und quirlig angeordnet. Sie erreichen eine Länge von 7 - 20 cm. Die kleinen zwittrigen Blüten sind grünlich-weiss und bilden eine Dolde. Sie erscheinen von Juni bis Juli. Die Früchte sind erbsengross, scharlachrot und enthalten 2 Samen. Die für unsere Gesundheit positiven Eigenschaften des Ginseng beruhen unter anderem auf dem Gehalt an Ginsenosiden aus der Klasse der Saponine. Wilder Ginseng wächst in schattigen Wäldern und Gebirgsschluchten. Schon sehr früh wurde in Korea der Ginseng zu medizinischen Zwecken angebaut. In der Medizin werden die 4 - 7 jährigen Wurzeln der Pflanze verarbeitet. Je älter die Pflanze, umso besser soll die Wirkung sein. Man unterscheidet 2 Typen von Ginseng: den weissen, bei dem die Wurzeln gewaschen, geschält und danach getrocknet werden und den roten. Bei letzterem wird die Wurzel mit Wasserdampf behandelt und danach getrocknet. Er wird hart und rotbraun. Ginseng wird zu vielen Produkten verarbeitet: Zu Tee, sirupähnlichem Konzentrat, Tonikum, Kapseln, Seife, mit Alkohol zu Schnaps. Er wird angewendet zur Stärkung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen. Im Gegensatz zum Koreanischen Ginseng, der wärmt und aufbaut, soll der Kanadische Ginseng eher eine kühlende, entspannende Wirkung haben. 

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