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Aktualisiert 3.9.2010

 

 

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Frangipani, Wachsblume (Plumeria) 
Frangipani, Wachsblume (Plumeria)

Wem sind sie nicht bekannt, die Blumenkränze von Hawaii, die ursprünglich jeder Besucher als Willkommensgruss erhalten hat! Traditionelle Blumen hierfür sind unter anderem die Frangipani, auch unter dem Namen Wachsblume, Tempelbaum oder Jasminbaum bekannt. Die botanische Bezeichnung lautet Plumeria. In dieser Gattung sind ca. 8 Arten vertreten. Plumeria gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Ihren Ursprung haben die Frangipani vermutlich in Mittelamerika und der Karibik sowie in Indien, sind aber heute im ganzen Tropengürtel anzutreffen. In asiatischen Ländern ist die Frangipani Sinnbild für Unsterblichkeit (Tod und Wiedergeburt). Deshalb ist sie oft auch in Tempelanlagen und Friedhöfen zu finden. Der Name Plumeria stammt vom französischen Botaniker Charles Plumier. Alle Frangipani-Arten sind, je nach Klima, immergrüne oder Laub abwerfende Bäume oder Sträucher. Sie erreichen eine Höhe von 6 - 8 m. Die Beastung ist eher spärlich. Die einzelnen Zweige sind fleischig mit einem Durchmesser von 2 - 3 cm. Sie zählen zu den sukkulenten Pflanzen. Die Pflanzenteile enthalten einen Milchsaft und sind giftig. Die Blätter sind meist gehäuft an den Zweigspitzen wechselständig oder spiralig angeordnet. Sie sind länglich eiförmig, ledrig derb und gestielt. In den Tropen blühen die Frangipani fast das ganze Jahr. Bei uns beschränkt sich die Blüte auf Juli bis September. Die 5-zähligen wachsigen Blüten erscheinen in endständigen vielblütigen Blütenständen und erinnern an Oleanderblüten. Sie besitzen einen betörenden Duft. Die häufigste Farbe ist weiss mit einer gelben Mitte. Daneben gibt es gelb und hell bis dunkelrosa in allen Schattierungen. Je Blüte entwickeln sich 2 längliche Balgfrüchte, die Samen enthalten. Im Sommer ist ein sonniger vor Zugluft geschützter Standort im Freien ideal. Im Winter mögen die Frangipani keine Temperaturen unter 15 ° C. Vor allem Bodenwärme ist günstig. Beim Überwintern vertragen sie geheizte Räume recht gut. Im Sommer schätzen sie ein regelmässiges Besprühen der Blätter. Die Erde soll humos und locker sein, mit einem guten Wasserabzug – eine Mischung aus Blumen- und Kakteenerde, eventuell angereichert mit Perlit, Blähton oder grobem Sand. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Während der Vegetationszeit wird ein- bis zweimal wöchentlich gegossen, im Winter nur alle 3 - 6 Wochen. Besser zu wenig Wasser als zu viel. Als Nährstoff ist ein Kakteendünger zu empfehlen. Während der Blüte kann auch ein spezieller Blütendünger verabreicht werden. In der Ruhephase im Herbst und Winter verliert die Plumeria ihr Laub; das ist normal. Die Franigpani sind wunderschöne Blütensträucher und können als Kübelpflanze im Sommer im Freien oder in einem geheizten Wintergarten ganzjährig gehalten werden. 

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